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Im Herbst 2011 werden EUNIC in Brussels und seine Mitgliedsorganisationen eine Reihe von Abendgesprächen über die Vorteile eines kleiner werdenden Europas organisieren. Es wird dabei speziell auf die Erfahrungen jedes teilnehmenden Landes eingegangen.
Hintergrund Überraschenderweise bestehen zwischen vielen europäischen Nationen historische Gemeinsamkeiten, wenn es um das „Kleinerwerden“ geht. Über den ganzen Kontinent verteilt finden wir Länder, deren Größe und Macht – oder in manchen Fällen Ambitionen – durch geschichtliche Ereignisse eingeschränkt wurden. Diese Einbußen waren natürlich niemals beabsichtigt und generell das Ergebnis einer Niederlage. Aber die Europäer entschieden, etwas Neues daraus zu schaffen und begannen den Prozess der Vereinigung Europas, der auf demokratischen Werten und Frieden basiert – sowohl innerhalb dessen Grenzen, als auch gegenüber dem Rest der Welt. Aufgrund dieses Zusammenschlusses wurde Europa zu einer – zumindest potentiell – mächtigen Stimme in der Welt, was vermutlich einer der Gründe dafür ist, dass die Europäische Union so attraktiv für kleinere Mitgliedsstaaten ist.
Heute haben sich Länder wie Brasilien, Russland, Indien oder China zu wahren Wirtschaftsgiganten entwickelt und Europa „schrumpft”. Die Mitgliedsstaaten sollten dies jedoch nicht als Niederlage sehen. Sie sollten vielmehr ihre eigenen Erfahrungen des „Kleinerwerdens“ in einer offenen und im Inneren akzeptierten Weise nutzen, anstatt an nationalen Interessen festzuhalten. Die weise Entscheidung „Größe“ aufzugeben, könnte ein sehr interessantes Modell für die Zukunft darstellen und zwar nicht nur in Europa sondern auch für den Rest der Welt. „Kleiner werden“ hat immer mit länderübergreifendem Austausch und problemgeleiteter Diskussion zu tun und auch damit, den Staatsbürger/innen stärker das Gefühl zu geben, dass sie einen Unterschied machen können. Das Projekt wird dies erreichen, indem die Staatsbürger/innen verschiedener Mitgliedsstaaten gemeinsam über Aspekte der europäischen Geschichte diskutieren und darüber nachdenken, welche Ratschläge sie in Bezug auf die anstehenden Herausforderungen geben könnten.
Diese vier Abendgespräche, die von BELvue veranstaltet werden, fördern Vergleiche zwischen Ländern und Sektoren. Dadurch werden sie ein Bewusstsein für die europäische Geschichte und die europäischen Werte aufbauen und das Gefühl einer gemeinsamen europäischen Identität unterstützen. Jedes Abendgespräch wird von 2 Mitgliedsorganisationen präsentiert, wobei Redner/innen aus den jeweils verschiedenen Ländern ihre Standpunkte darlegen werden. Es wird sowohl die Frage, wie Erinnerungen die Identität prägen können, als auch das Thema Nationalismus in den Mitgliedsstaaten und dessen Konsequenzen für die Zukunft der EU zur Sprache kommen. Außerdem werden die Teilnehmer über Multikulturalismus in den Mitgliedsstaaten und innerhalb Europas sowie über die Auffassung der Begriffe „Zentrum“ und „Peripherie“ in Europa diskutieren.
Für zusätzliche Informationen zu diesem Projekt kontaktieren Sie bitte:
Jacqueline Kraus, Project Manager, Goethe-Institut Jacqueline.Kraus@Bruessel.goethe.org
Ulla-Alexandra Mattl, Co-ordinator, EUNIC in Brüssel Co-ordinator@eunic-brussels.eu
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